Schwarzer Holunder
Der Schwarze Holunder gehört zu den besonders wertvollen Sträuchern im Garten. Seine großen, duftenden Blüten bieten zahlreichen Insekten reichlich Nahrung. Als Gehölz schafft er zusätzliche Lebensräume und unterstützt die ökologische Vielfalt. Er hat für seine Umgebung einen mehrfachen Wert und wird gern in Gärten gesetzt. Selbst für Menschen dient er als Nahrung, wobei er nur gekocht essbar ist. Rohe Beeren sind für den Menschen giftig, Sie können daraus aber Gelee und Marmelade zubereiten.
Ringelblumen
Die Ringelblume ist bei Menschen vor allem als beliebtes Naturheilmittel bekannt, daraus werden Salben und Magen-Darm-Mischungen hergestellt. Im Garten ist sie für Bienen eine wichtige Nahrungsquelle und hält nebenbei Schnecken aus Ihren Beeten. Sie blüht von Juni bis Oktober und gibt so selbst im Herbst noch Nektar und Pollen für fliegende Besucher frei. Der angenehme Duft lockt Schwebfliegen an, die sich um die Entfernung von Blattläusen kümmern.

Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Terrasse
Sie haben keinen Garten und möchten trotzdem etwas für Honigbienen tun? Auch auf der Terrasse oder dem Balkon haben Sie Platz für bienenfreundliche Pflanzen in Töpfen oder Balkonkästen. Wichtig ist die Auswahl passender Balkonpflanzen, um ausreichend Blüten zu generieren.
Verlängern Sie mit kleinen Gefäßen und unterschiedlichen Pflanzen die Blühzeit und verbessern so das Angebot. Sonnige Standorte sind besonders gut geeignet, da viele Blühpflanzen dort mehr Nektar produzieren. So können Sie selbst auf begrenztem Raum einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität leisten.
Tipp: Bienenfreundliche Pflanzen kommen auch im Kasten auf der Fensterbank gut zur Geltung. Wenn Sie keinen Balkon haben, können Sie hier einen Kasten platzieren und beispielsweise mit Kräutern oder Blumen bepflanzen. Achten Sie auf eine sichere Befestigung mit Haken oder direkt an der Fensterbank und schon können Sie den Tieren ein üppiges Nahrungsangebot bereithalten. In urbanen Gebieten profitieren die Tiere besonders davon.
Der richtige Standort für bienenfreundliche Pflanzen
Der Standort entscheidet maßgeblich darüber, ob bienenfreundliche Pflanzen ihr volles Potenzial entfalten. Licht und Bodenbeschaffenheit, Wind und sicherer Stand beeinflussen einerseits das Wachstum der Pflanzen, aber auch die Qualität von Nektar und Pollen. Für Bienen und Hummeln ist es entsprechend wichtig, dass Sie Pflanzen optimal pflegen und ihnen einen stabilen Stand ermöglichen. Selbst auf dem Balkon können Sie Sonnenblumen im Kasten ziehen. Wählen Sie weniger hohe Sorten und schützen Sie sie mit einem passenden Pflanzstab.
Die meisten bienenfreundlichen Pflanzen brauchen eine sonnige bis halbschattige Lage. Viel Licht fördert eine intensive Blütezeit und damit die Bildung von größeren Nektar-Mengen. Geschützte Bereiche sind ebenfalls wichtig, da zu viel Wind den Anflug für die Insekten erschwert und die Blüten schneller austrocknen.
Setzen Sie im Garten auf Plätze in der Nähe von Mauern und Hecken, denn die dienen Ihnen als Windschutz. Auf dem Balkon spielt die Ausrichtung die Hauptrolle, Süd- und Westbalkone sind perfekt. In Nordlagen ist es nur mit äußerst robusten Pflanzenarten möglich, Bienen ein Nahrungsangebot bereitzustellen.
Lebensräume schützen und Pestizide meiden
Der Lebensraum unserer Bienen ist nicht nur durch weniger Nahrung gefährdet, sondern auch durch den sich ausbreitenden Einsatz von Pestiziden. Sie treffen nicht nur Schädlinge, sondern schädigen auch nützliche Insekten wie Bienen, Mauerbienen oder Hummeln. Selbst geringe Rückstände auf der Blüte reichen aus, um die Orientierung der Tiere und die Fähigkeit zur Fortpflanzung zu beeinträchtigen.
Wenn Sie Lebensräume erhalten und fördern möchten, setzen Sie auf naturnahe Pflege durch:
- Robuste und einheimische Pflanzenarten
- Vielseitige Mischungen
- Mechanische Unkrautentfernung
Gerade Privatpersonen können hier viel bewirken, da private Gärten und Balkone zusammen gemessen eine große Fläche ausmachen.

Tipp: Nutzen Sie Strukturen wie Laubhaufen und ungestörte Randzonen, um den Insekten einen Rückzugsort zu schaffen. Damit ergänzen Sie das Nahrungsangebot aus Blütenpflanzen und bieten bei schlechtem Wetter Schutz. Jeder bewusst gestaltete Lebensraum trägt dazu bei, die Natur zu stabilisieren und dem Rückgang vieler Arten entgegenzuwirken.
Bienen- und Pflanzenlexikon – die wichtigsten Begriffe für Einsteiger
Wenn wir von Bienennahrung sprechen, tauchen schnell viele neue Begriffe aus. Unser kleines Glossar hilft Ihnen dabei, die wichtigsten Begriffe kennenzulernen und die Bedeutung wirklich zu verstehen. So können Sie mit unserem kleinen Lexikon eine gute Entscheidung für Ihren Garten oder Balkon treffen.
- Bestäuber: Sie bestäuben beim Sammeln von Nektar und Pollen die Blüten von Pflanzen.
- Blühzeit: Beschreibt den Zeitraum, in dem die Pflanze Blüten bildet und Nahrung bereithält.
- Pollen: Sind wichtige Eiweißlieferanten für die Ernährung Bienen.
- Nektar: Ist eine Energiequelle für Tiere.
- Hautflügler: Die Oberbezeichnung für Bienen, Wespen und Hummeln.
Wenn Sie mehr über die einzelnen Pflanzen wissen möchten, kann ein Pflanzenlexikon Einblick geben. Es unterstützt Sie bei der gezielten Suche nach geeigneten Pflanzenarten und erklärt Ihnen deren Merkmale und Nutzen für die Bienen. Solche Information sorgen für Orientierung und einen bienenfreundlich gestalteten Garten.
FAQ rund um den bienenfreundlichen Garten
Sie möchten noch mehr wissen und haben Fragen rund ums Bienenbeet? Dann nutzen Sie unsere FAQ, um mehr Informationen zu sammeln.
Was ist ein bienenfreundlicher Garten?
Mit einem bienenfreundlichen Garten bieten Sie Nahrung und Rückzugsorte für Bienen. Es braucht nicht viel, schon einige blühende Pflanzen mit offen zugänglichen Pollen sind ein echter Mehrwert für die Tiere. Achten Sie außerdem auf Rückzugsorte in Form von Totholz oder Trockenmauern, in denen sich Bienen einnisten können. Auf chemische Pflanzenschutzmittel wird im Sinne der Bienen verzichtet, denn sie schädigen die Tiere.
Nutzt die Mauerbiene Pflanzen auch zur Nektargewinnung
Ja, obwohl Mauerbienen gern in Fensterrahmen nisten, nutzen sie Blüten intensiv zur Nektar- und Pollengewinnung. Sie sind fleißige Bestäuber und fliegen schon früh im Frühjahr los, wenn andere Insekten noch nicht aktiv sind. Mauerbienen bevorzugen Obstblüten und Frühblüher, denn mit den gesammelten Pollen versorgen sie ihre Brut. Gewonnener Nektar wird als Energiequelle genutzt.
Wie kann man Blumenkästen bienenfreundlich gestalten
Setzen Sie auch in Blumenkästen auf dem Balkon auf ungefüllte Blüten mit viel Nektar und Pollen. Kräuter sind willkommen, kompakte Stauden oder Wildblumen ebenfalls. Stark gezüchtete Zierpflanzen haben oft gefüllte Blütenstände und sind für Bienen und andere Insekten ungeeignet. Wichtig ist eine abwechslungsreiche Bepflanzung mit unterschiedlichen Blühzeiten, damit es über Wochen hinweg Nahrung für Bienen gibt. Achten Sie auf Erde ohne Torf und verwenden Sie keine chemischen Dünger.
Welche Blumenarten passen gut zu Bienen?
Bienen mögen ungefüllte und heimische Blüten mit einem offenen Blütenaufbau. Lavendel, Salbei, Kornblumen, Wildrosen oder auch Sonnenhut sind sehr beliebt. Wenn Sie in Ihrem Garten Obstbäume haben, erfreuen sich Bienen an der Blüte. Gefüllte Zuchtformen sind zwar dekorativ, aus Bienensicht aber kaum geeignet. Im Handel bekommen Sie spezielle Mischungen aus Wildpflanzen für eine vielfältige Insektenpopulation im Garten.
Haben Schmetterlinge und Bienen die gleichen Bedürfnisse?
Teilweise sind die Bedürfnisse ähnlich, Schmetterlinge benötigen aber zusätzlich Futterpflanzen für ihre Raupen. Bienen sind hingegen stärker auf Pollen angewiesen und brauchen Nistmöglichkeiten. Wenn Sie einen naturnahen Garten mit unterschiedlichen Pflanzenstrukturen gestalten, können Sie beiden Gruppen gerecht werden.
Locke ich mit einem bienenfreundlichen Garten Wespen an?
In erster Linie werden Bienen vom Angebot angesprochen. Wespen interessieren sich vor allem für süße Speisen oder eiweißreiche Nahrung von Menschen, weniger für Blüten. Hin und wieder schwirrt zwar auch eine Wespe durch den Garten, sie kommt aber nicht durch das Blütenangebot.
Stechen Bienen, wenn sie in meiner Nähe sind?
Bienen sind friedlich und stechen nur zur Eigenverteidigung. Da der Stich für die Biene selbst tödlich ist, wird sie nicht von selbst auf Sie losgehen und Sie stechen. Während der Nahrungssuche zeigen sich die Tiere nicht aggressiv und interessieren sich nicht für den Menschen. Wildbienen stechen sogar noch seltener als Honigbienen, die Mauerbiene kann nicht stechen. Bleiben Sie auf Abstand und schlagen sie nicht nach einer verirrten Biene, dann sind Stiche äußerst unwahrscheinlich.