Wandgarten als gärtnerisches Gestaltungselement für drinnen und draußen
Zum typischen Wandschmuck gehören Bilder oder Regale. Mit einem Wandgarten können Sie stattdessen Pflanzen nutzen und vertikale Flächen begrünen.
Eine Pflanzenwand kann dekorativ eingesetzt werden, bietet aber je nach Bepflanzung auch praktischen Nutzen – beispielsweise für Kräuter, kompakte Zierpflanzen oder kleinere Nutzpflanzen.
Erfahren Sie hier, wie ein Wandgarten funktioniert, worauf Sie bei der Planung achten sollten und welche Pflanzen sich für unterschiedliche Standorte eignen.
Was ist ein Wandgarten?
Der Begriff Wandgarten beschreibt verschiedene Formen der vertikalen Begrünung.
Dabei werden Pflanzen nicht direkt „in die Wand“ gesetzt, sondern in Pflanzgefäßen, Modulen, Taschen oder anderen dafür vorgesehenen Systemen an beziehungsweise vor einer Wand angeordnet.
Dadurch lässt sich zusätzliche Pflanzfläche schaffen, ohne viel Bodenfläche zu beanspruchen.
Gerade auf Balkonen, Terrassen oder in kleineren Räumen kann das eine platzsparende Möglichkeit sein, Pflanzen auf mehreren Ebenen anzuordnen.
Welche Größe möglich ist, hängt von Wand, Befestigungssystem, Tragfähigkeit, Lichtverhältnissen und Bewässerung ab.
Was ist ein Wandgitter?
Ein Wandgitter ist eine Konstruktion, die an einer geeigneten Wand befestigt wird und beispielsweise als Träger für Pflanzgefäße oder Rankpflanzen dienen kann.
Welche Belastung ein Wandgitter aufnehmen darf, richtet sich nach dem konkreten Produkt und seiner Befestigung. Entsprechende Traglastangaben sollten deshalb immer direkt der jeweiligen Produktbeschreibung entnommen werden.
Bei Modellen aus verzinktem oder beschichtetem Stahl dient die Oberfläche dem Korrosionsschutz des darunterliegenden Metalls.
Auch im Außenbereich können Wandgitter für Pflanzen eingesetzt werden, sofern Produkt, Befestigung und Standort dafür geeignet sind.
Rankpflanzen können das Gitter je nach Art als Kletter- oder Stützkonstruktion nutzen.
Welche Vorteile bietet ein Wandgarten?
Ein Wandgarten bietet vor allem gestalterische und platzsparende Möglichkeiten.
- Zusätzliche Pflanzfläche: Vertikale Flächen können genutzt werden, wenn nur wenig Bodenfläche zur Verfügung steht.
- Individuelle Gestaltung: Kräuter, Zierpflanzen oder kompakte Nutzpflanzen lassen sich je nach System miteinander kombinieren.
- Begrünung von Innen- und Außenbereichen: Geeignete Systeme können in Wohnräumen, auf Balkonen, Terrassen oder an Außenwänden eingesetzt werden.
- Möglicher Sichtschutz: Bei dichtem Bewuchs kann eine Pflanzenwand Bereiche optisch abschirmen.
Im Außenbereich können größere Begrünungssysteme je nach Konstruktion zusätzlich zur Beschattung beitragen und Lebensraum für Insekten bieten.
Im Innenraum sollten Pflanzen dagegen nicht als Ersatz für Lüftung oder andere Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität verstanden werden.
Welche Pflanzen eignen sich für einen Wandgarten im Innenbereich?
Die Auswahl richtet sich nach Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und verfügbarem Pflanzvolumen.
Je nach Standort können beispielsweise infrage kommen:
- Kräuter
- Farne
- Efeututen
- Philodendron-Arten
- kleinere Zierpflanzen
- Sukkulenten
- kompakte Blattpflanzen
Auch Küchenkräuter lassen sich in einem Wandgarten kultivieren, sofern ausreichend Licht und Pflanzvolumen vorhanden sind.
Für einen Innenraum-Wandgarten ist besonders wichtig, Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen an Licht und Wasser miteinander zu kombinieren.
Wandgarten in Küche, Bad oder Wohnraum
Ein Wandgarten kann je nach System in verschiedenen Innenräumen eingesetzt werden.
In der Küche bieten sich beispielsweise Kräuter oder kompakte Nutzpflanzen an, sofern genügend Licht vorhanden ist.
Im Badezimmer können Pflanzen sinnvoll sein, die höhere Luftfeuchtigkeit vertragen. Auch hier bleibt ausreichendes Licht entscheidend.
Im Wohnzimmer oder Büro kann eine Pflanzenwand vor allem als dekoratives Gestaltungselement genutzt werden.
Beachten Sie jedoch immer, dass Bewässerung und Feuchteschutz zur Wandkonstruktion passen müssen.
Ist ein Wandgarten auch für draußen geeignet?
Ja, vertikale Pflanzsysteme können auch im Außenbereich eingesetzt werden.
Geeignete Standorte sind beispielsweise Balkone, Terrassen, Gartenbereiche oder dafür vorgesehene Außenwände.
Die Auswahl der Pflanzen richtet sich hier insbesondere nach:
- Sonne oder Schatten
- Windbelastung
- Temperatur
- verfügbarem Pflanzvolumen
- Bewässerung
- Winterhärte
Gerade kleinere Pflanzgefäße können bei Sonne und Wind schneller austrocknen als klassische Beete.
Eine automatische Bewässerung kann den Gießaufwand reduzieren, muss jedoch regelmäßig kontrolliert und gewartet werden.
Welche Pflanzen eignen sich draußen?
Je nach Standort können unter anderem folgende Pflanzen infrage kommen:
- Kräuter wie Thymian, Petersilie oder Schnittlauch
- Salate
- Erdbeeren
- kompakte Tomatensorten
- kleinere Zierpflanzen
- Rankpflanzen
- saisonale Blumen
Auch Gurken, Bohnen oder Erbsen können vertikal gezogen werden, benötigen aber geeignete Rankhilfen und ausreichend Wurzelraum.
Nicht jede Pflanze, die in einem klassischen Gartenbeet wächst, eignet sich automatisch für ein kleines Wandgartensystem.
Wandgarten richtig montieren
Vor der Montage sollte geprüft werden, ob die vorgesehene Wand und das Befestigungssystem für das Gesamtgewicht geeignet sind.
Berücksichtigen Sie dabei:
- Eigengewicht des Systems
- Pflanzgefäße
- Erde beziehungsweise Substrat
- Pflanzen
- Wasser
- mögliche Windlast im Außenbereich
Die passende Befestigung richtet sich nach Wandmaterial und System.
Bei größeren oder schwereren Wandgärten kann eine fachgerechte Befestigung erforderlich sein.
Den richtigen Standort auswählen
Der Standort sollte immer nach den Ansprüchen der Pflanzen gewählt werden.
Lichthungrige Pflanzen benötigen einen hellen Platz, während schattenverträgliche Arten auch an weniger sonnigen Standorten wachsen können.
Kombinieren Sie möglichst Pflanzen mit ähnlichen Ansprüchen an Licht und Feuchtigkeit. Dadurch lässt sich die Pflege vereinfachen.
Im Außenbereich sollten zusätzlich Wind und Niederschlag berücksichtigt werden.
Wandgarten mit Rankpflanzen
Ein Wandgitter kann auch als Rankhilfe genutzt werden.
Je nach Pflanzenart können sich Kletterpflanzen an Gittern festhalten, darum winden oder müssen daran befestigt werden.
Efeu kann sich beispielsweise selbst an geeigneten Oberflächen festhalten, während andere Pflanzen wie Kletterrosen gezielt angebunden werden müssen.
Achten Sie deshalb bei der Auswahl des Gitters auf das jeweilige Kletterverhalten der Pflanze.
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Auf rasenkante24.de finden Sie verschiedene Produkte für die vertikale Begrünung und Gartengestaltung.
Je nach Sortiment können dazu Wandgitter, Pflanzhalterungen, Rankhilfen oder weitere Pflanzsysteme gehören.
Achten Sie bei der Auswahl insbesondere auf:
- Abmessungen
- Material und Beschichtung
- Traglast
- Befestigungsart
- Eignung für Innen- oder Außenbereich
- verfügbare Pflanzfläche
- Bewässerungsmöglichkeiten
Die aktuellen Angaben zu Preis, Lieferumfang, Verfügbarkeit und Montage finden Sie direkt auf der jeweiligen Produktdetailseite.