Welche Rasenerde verwenden

Welche Erde für den Rasen? Alles, was Sie über Rasenerde wissen müssen!

Die Erde ist ein entscheidender Faktor für das Wachstum und die Gesundheit Ihres Rasens. Denn eine qualitativ hochwertige Gartenerde bietet den idealen Untergrund für einen dichten und strapazierfähigen Rasen. Sie sorgt beispielsweise dafür, dass das Gras ausreichend mit Nährstoffen versorgt wird und sich kräftig entwickeln kann.

Welche Erde für Rasen gewählt wird, ist also von großer Bedeutung, um Ihre Rasenfläche erfolgreich anzulegen und langfristig schön zu halten. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wissenswerte über Gartenerde – von ihrer Zusammensetzung über verschiedene Arten bis hin zur optimalen Vorbereitung des Bodens vor dem Säen.

Was ist eigentlich spezielle Gartenerde?

Bei Gartenerde handelt es sich um eine speziell zusammengesetzte Mischung aus verschiedenen Materialien wie Sand, Ton und organischer Substanz. Diese Kombination sorgt dafür, dass der Boden locker, durchlässig und nährstoffreich ist. Denn der Hauptzweck von Gartenerde besteht darin, den idealen Lebensraum für die Graswurzeln zu schaffen.

Eine qualitativ hochwertige Erde enthält zudem auch Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphor und Kalium, die für das Wachstum unerlässlich sind. Durch diese Nährstoffe wird eine optimale Versorgung gewährleistet und der Rasen bleibt kräftig grün.

Diese Arten von Erde gibt es für Ihren Garten

Es gibt verschiedene Erdarten, die je nach den spezifischen Bedürfnissen der Rasenfläche und der Bodenbeschaffenheit ausgewählt werden:

  • Anzuchterde: Diese ist speziell für die Neueinsaat von Rasenflächen gedacht. Sie enthält oft einen hohen Anteil an organischen Materialien wie Kompost und ist reich an Nährstoffen, um das Keimen der Rasensamen im Boden zu fördern.

  • Rasensand: Rasensand wird häufig verwendet, um schwere, lehmige Böden zu verbessern und die Drainage zu fördern. Er wird in den Boden eingearbeitet, um die Bodenstruktur zu verbessern und Staunässe zu vermeiden.

  • Torffrei: Eine umweltfreundliche Option ist torffreie Gartenerde, die keinen Torf enthält, dessen Abbau ökologisch bedenklich ist. Stattdessen verwendet sie andere organische Materialien wie Holzfaser, Kompost oder Kokosfasern.

  • Spezialerden: Es gibt auch Erden, die speziell für bestimmte Rasentypen oder Anforderungen entwickelt wurden, wie beispielsweise Schattenrasenerde für wenig belichtete Bereiche oder trockenresistente Erden für Bereiche mit geringer Wasserverfügbarkeit.

  • PH-angepasste Erden: Manche Rasenflächen benötigen eine spezifische pH-Balance im Boden. In diesem Fall gibt es Erden, die auf einen optimalen pH-Wert eingestellt sind, um das Graswachstum zu unterstützen.

  • Muttererde (auch Oberboden genannt): Muttererde ist die oberste Schicht im Boden, die reich an organischen Materialien und Mikroorganismen ist und daher eine hohe Fruchtbarkeit aufweist. Sie eignet sich gut für die Verbesserung der Bodenbeschaffenheit und als Grundlage für den Rasen.

Es ist wichtig, die spezifischen Anforderungen Ihres Gartens und die vorherrschenden Bodenbedingungen zu kennen, bevor Sie die Auswahl treffen. Bei Bedarf kann auch eine Bodenanalyse durchgeführt werden, um die optimale Zusammensetzung zu bestimmen.

Kann ich Blumenerde auch für Rasen verwenden?

Blumenerde als Untergrund für den Rasen? Ist das wirklich eine gute Wahl? Die Antwort darauf lautet eindeutig: Nein! Blumenerde und Gartenerde unterscheiden sich in vielerlei Hinsicht.

Während Gärtnererde speziell auf die Bedürfnisse von Gräsern abgestimmt ist und eine optimale Nährstoffversorgung sowie eine gute Drainage bietet, enthält Blumenerde oft zu viele organische Bestandteile und ist nicht ausreichend durchlässig.

Das kann dazu führen, dass der Rasen nicht richtig wächst oder sogar faulige Stellen entstehen. Zudem fehlen der Blumenerde oft wichtige Mineralien und Spurenelemente, die für das gesunde Wachstum des Rasens unerlässlich sind.

Experten sind sich einig: Das ist die beste Erde für den Rasen!

Für viele Hobbygärtner ist Muttererde die erste Wahl. Im Vergleich zu anderen Arten von Gartenerde zeichnet sich die Muttererde durch ihren hohen Gehalt an organischer Substanz aus, was sie besonders fruchtbar macht. Sie enthält einen ausgewogenen Mix aus Mineralien, Humus und lebenden Mikroorganismen, die den Boden beleben und das Wurzelwachstum fördern.

Die Muttererde hat eine gute Wasserspeicherfähigkeit, sodass der Rasen auch in trockenen Perioden ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt wird. Zudem verbessert sie die Bodenstruktur, indem sie locker ist und somit eine gute Belüftung ermöglicht.

Gartenerde kaufen: Darauf sollten Sie achten

Grundsätzlich sollte die Erde folgende Eigenschaften aufweisen:

  • Gute Nährstoffversorgung: Eine hohe Konzentration an essenziellen Nährstoffen wie Stickstoff, Phosphor und Kalium ist wichtig für gesundes Graswachstum.

  • Angemessene Drainage: Die Gartenerde sollte wasserdurchlässig sein, um Staunässe und die damit verbundene Wurzelfäule zu vermeiden, aber zugleich genügend Feuchtigkeit für die Graspflanzen speichern.

  • Optimale pH-Werte: Rasenpflanzen bevorzugen normalerweise einen leicht sauren bis neutralen pH-Wert (zwischen etwa 6,0 und 7,0). Es ist wichtig, den pH-Wert des Bodens zu kennen und ihn bei Bedarf einzustellen.

  • Gute Bodenstruktur: Lockerer, krümeliger Boden ermöglicht eine gute Sauerstoffzufuhr zu den Wurzeln und erleichtert das Wurzelwachstum.

  • Frei von Unkraut und Schädlingen: Die Gartenerde sollte frei von Unkrautsamen und Schädlingen sein, um Wettbewerb und Schadensrisiken für den Rasen zu vermeiden.

Was kostet 1 m³ Gartenerde und wie viel benötigen Sie für Ihren Garten?

Die perfekte Rasenfläche beginnt mit der richtigen Bodenvorbereitung und den passenden Rasensamen. Doch auch die Kostenkalkulation spielt eine Rolle. Sie fragen sich, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und wie viel Gartenerde Ihr Rasenprojekt benötigt?

Kosten für 1 m³ Rasenerde

Der Preis für 1 Kubikmeter (m³) variiert je nach Qualität und Region. Qualitativ hochwertige Rasenerde, die reich an Nährstoffen ist und eine optimale Struktur für Wasserdurchlässigkeit und Wurzelwachstum bietet, kann zwischen 50 und 100 Euro kosten. Ein Kubikmeter ungesiebter Mutterboden kostet zwischen 7 € und 10 €. Gesiebter Mutterboden kann auch bei 20 € bis 40 €/m³ oder mehr liegen.

Der Preis kann sich jedoch in Stadtgebieten oder bei spezialisierten Anbietern erhöhen. Optionen für Sparer gibt es auch: lose Erde direkt vom Baustoffhändler oder die Lieferung in Big Bags sind oft preisgünstiger als kleinere Abpackungen.

Kalkulation des Erdbedarfs

Die benötigte Menge hängt von der zu bedeckenden Fläche und der Schichtdicke, die Sie auftragen möchten, ab. Eine einfache Faustregel lautet: Für jeden Quadratmeter Rasenfläche und einer Schichtdicke von 10 cm benötigen Sie etwa 0,1 m³ Erde. Um Ihren genauen Bedarf zu ermitteln, multiplizieren Sie die Quadratmeterzahl Ihrer Rasenfläche mit der gewünschten Schichtdicke in Metern.

Beispielrechnung: Für eine Fläche von 100 m² und einer Schicht von 10 cm (0,1 m) benötigen Sie: 100 m² * 0,1 m = 10 m³.

Wie viel Mutterboden braucht man für Rasen?

Sie haben sich für Muttererde entschieden? Die benötigte Menge an Mutterboden für Ihren Rasen hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die Größe der Rasenfläche und die angestrebte Schichtdicke des Mutterbodens. Generell soll eine ausreichende Schicht Mutterboden die Basis für die Rasensaat bieten und ein gutes Wurzelwachstum ermöglichen.

Für die Anlage eines neuen Rasens empfiehlt es sich häufig, eine Schicht von etwa 10 bis 15 cm (100 bis 150 mm) Mutterboden aufzutragen. Wenn Sie also eine 100 m² große Fläche mit einer 10 cm dicken Schicht Mutterboden bedecken möchten, benötigen Sie ungefähr 10 m³ Mutterboden.

Berücksichtigen Sie die Besonderheiten Ihres Gartens: Beachten Sie, dass Bodenunebenheiten oder Neigungen in Ihrer Gartengestaltung mehr Erde erfordern können, um eine ausgeglichene Oberfläche zu schaffen. In diesem Fall könnte ein leicht erhöhter Bedarf ratsam sein.

Sie möchten Rasen anlegen? Unsere besten Tipps für ein sattes Grün!

Bei der Neuanlage Ihres Rasens spielt nicht nur die Rasenerde eine Rolle, es kommt auf einige weitere Schritte an. Für das beste Ergebnis von Ihrem Projekt ‚neuer Gartenboden‘ können Sie die folgenden Tipps berücksichtigen:

Die ersten Schritte: Wie bereite ich den Boden für Rasen vor?

Bereiten Sie den Boden vor, indem Sie zunächst den Garten von alten Rasenresten und Unkraut befreien. Umgraben ist eine traditionelle Methode, um den Boden zu lockern und zu belüften, doch es existieren auch alternative Techniken wie das Vertikutieren, die weniger arbeitsintensiv sind.

So sollte der Untergrund für Rasen beschaffen sein

Der Boden für Ihren Rasen sollte locker, durchlässig und reich an organischer Substanz sein. Dies ermöglicht eine gute Wurzelentwicklung und sorgt für einen gesunden, robusten Rasen. Die Zusammensetzung kann durch das Einbringen von Kompost oder Qualitätsboden verbessert werden.

Richite Bodenvorbereitung: Neuen Rasen anlegen, ohne umzugraben?

Ja, das ist möglich. Verwenden Sie dabei eine Vertikutiermaschine, um den Boden aufzurauen, bevor Sie den Rasensamen ausbringen. Dies unterstützt das Anwachsen der Rasensamen, ohne den Boden komplett umwälzen zu müssen.

Saatgut richtig streuen: Kann man Rasensamen einfach auf den Rasen streuen?

Für ein optimales Ergebnis sollten Sie die Rasensamen leicht in die oberste Bodenschicht einarbeiten, da direkter Bodenkontakt für eine erfolgreiche Keimung entscheidend ist. Eine einfache und effiziente Methode ist das gleichmäßige Verteilen der Rasensamen, gefolgt von einem sanften Einarbeiten mit einer Harke.

Jahreszeiten nutzen: Wann ist die beste Zeit, um Rasen anzulegen?

Die beste Zeit, um Rasen anzulegen, sind Frühjahr und Herbst. In diesen Jahreszeiten sind die Temperaturen in der Regel geeignet und es gibt ausreichend Niederschlag, welcher die Keimung und das Wachstum der Rasengräser im Boden unterstützt.

Schon gewusst? Diesen Vorteil haben Rasenkanten für den neuen Rasen!

Denken Sie auch unbedingt an passende Rasenkanten für Ihren Garten: Rasenkanten bieten Ihrem frisch angelegten Rasen einen sauberen, strukturierten Abschluss, der den Pflegeaufwand erleichtert und das Eindringen von Gras in Beete verhindert.

Sie verleihen Ihrem Garten nicht nur optisch den letzten Schliff, sondern sorgen auch für eine klare Trennung und erleichtern somit das Mähen sowie die Bewässerung. Entdecken Sie jetzt unser vielfältiges Sortiment an Rasenkanten und verleihen Sie Ihrem Garten Eleganz und Funktionalität!

Zurück zum Blog