Rasen Düngen so gehts

Rasen Düngen: Wie düngt man den Rasen richtig?

Das Düngen ist eine wichtige Komponente der Rasenpflege, denn ohne die richtigen Nährstoffe können Gräser nicht optimal wachsen und gedeihen. Ein gut gedüngter Rasen sieht also nicht nur bei Gartenpartys im Sommer schöner aus, sondern ist auch das ganze Jahr über widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Schädlinge. Deshalb ist es wichtig, zu wissen, wie man den Rasen richtig düngt.

In diesem Artikel für Hobbygärtner werden wir Ihnen das Wichtigste zum Thema Rasen Düngen erklären – von den verschiedenen Düngemitteln bis hin zu einer Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum richtigen Düngen.

Wann und wie oft sollte der Rasen gedüngt werden?

Um einen schönen und gepflegten Rasen zu haben, ist es wichtig, ihn regelmäßig und sinnvoll zu düngen. Im Allgemeinen wird empfohlen, den Rasen zwei- bis dreimal im Jahr zu düngen: im Frühjahr, Sommer und Herbst.

Außerdem ist es wichtig, den Düngemittelherstellerangaben zu folgen. Rasen Langzeitdünger benötigen weniger häufige Anwendungen, während bei schnell wirkenden Düngern kürzere Intervalle notwendig sein können.

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Punkte zum Rasen Düngen in den verschiedenen Jahreszeiten für Sie zusammengefasst:

Frühjahrsdüngung

  • Gräser befinden sich im Frühling in der aktiven Wachstumsphase und benötigen zusätzliche Nährstoffe.

  • Sobald der Frost nachgelassen hat und die Temperaturen regelmäßig über 5 °C liegen, ist die Zeit zum Rasen Düngen gekommen.

  • Idealerweise sollten die Temperaturen zwischen 10 °C und 15 °C sein, um das Wurzelwachstum zu fördern.

Sommerdüngung

  • Optimale Zeit zum Düngen, um das Wachstum mit Düngemittel zu unterstützen.

  • Vermeiden Sie Düngung während Hitzeperioden mit Temperaturen über 30 °C, da hohe Temperaturen verbunden mit Dünger das Gras verbrennen können.

  • Früher Morgen oder später Nachmittag / früher Abend ist die beste Tageszeit, wenn es kühler ist.

Herbstdüngung

  • Wachstum nimmt ab, Rasen Düngen ist weniger erforderlich.

  • Wichtig ist, dem Rasen genügend Nährstoffe für die Überwinterung zu geben.

  • Die Temperaturen sollten immer noch über 5 °C liegen, damit die Gräser die Nährstoffe aufnehmen können.

  • Optimale Herbstdüngung erfolgt bei Temperaturen zwischen 10 °C und 15 °C, bevor der erste Frost einsetzt.

Und was ist im Winter?

Die Düngung im Winter fällt selbstverständlich aus, da Düngen bei Schnee oder frostigen Temperaturen nicht möglich ist und keinen Mehrwert für den Boden hat. Das Rasen Düngen erfolgt erst wieder im Frühling.

Was passiert, wenn Sie den Rasen zu oft düngen?

Eine Überdüngung kann zu einem schnellen, aber schwachen Wachstum des Grases führen, das anfällig für Krankheiten und Schädlingsbefall ist und zudem die Umwelt durch den Abfluss des Düngers belasten kann. Es ist daher wichtig, die empfohlenen Düngungsintervalle und Mengenangaben zu beachten, um den Rasen gesund zu halten.

Andernfalls droht Folgendes:

  • Grasschäden: Zu viel Rasendünger kann zu Rasenverbrennungen führen, die sich durch gelbe oder braune Flecken im Gras äußern.

  • Schwache Rasenpflanzen: Übermäßiges Wachstum macht das Gras anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

  • Umweltbelastung: Überschüssige Nährstoffe können in Grundwasser und Oberflächengewässer gelangen und zur Eutrophierung beitragen.

  • Unkrautwachstum: Die Rasen Düngung kann das Wachstum bestimmter Unkräuter fördern, die Nährstoffe effizienter nutzen als Gras.

  • Bodenqualität: Zu viel Rasendünger im Rasen kann den PH Wert und das natürliche Gleichgewicht der Mikroorganismen im Boden stören.

Den Rasen düngen: So klappt es richtig!

Damit das Rasendüngen erfolgreich ist und Sie mit einem gesunden, grün strahlenden Rasen belohnt werden, kommt es insbesondere auf drei Dinge an – das Wetter, die Beschaffenheit der vorhandenen Rasenfläche und die richtige Vorgehensweise beim Düngen.

Das richtige Wetter: Kann man bei Hitze oder Regen düngen?

Generell gilt, dass man den Rasen nicht unter Stressbedingungen wie Dürre oder extremer Hitze düngen sollte. Das Düngen des Rasens unter regnerischen Bedingungen hängt von der Stärke und Dauer des Regens ab.

Leichter Regen kann tatsächlich vorteilhaft sein, da er hilft, den Dünger in den Boden einzutragen und eine effektive Nährstoffaufnahme gewährleistet. Allerdings kann starker Regen dazu führen, dass der Dünger weggespült wird, bevor er von den Graswurzeln aufgenommen werden kann, was nicht nur eine Verschwendung von Dünger darstellt, sondern auch zu Umweltbelastungen führen kann.

Um Risiken zu minimieren, ist es im Allgemeinen empfehlenswert, den Rasen kurz vor einem leichten Regen oder nachdem der Regen aufgehört hat zu düngen, damit der Dünger optimal wirkt und nicht ausgespült wird. Überprüfen Sie daher immer die Wettervorhersage, bevor Sie den Rasen düngen.

Die Beschaffenheit des Rasens beachten

Bevor Sie zum Dünger greifen, empfiehlt es sich, Ihren Rasen ein paar Tage zuvor zu mähen. Dadurch wird die Oberfläche für eine optimale Nährstoffaufnahme vorbereitet. Zu kurz sollten Sie die Grashalme dabei allerdings nicht schneiden, um Stress und eine mögliche Beschädigung der Pflanzen zu vermeiden. Visieren Sie bei Ihrem letzten Rasenschnitt vor der Düngung etwa ein Drittel der Halmlänge an.

Dann kommt die Trockenheit ins Spiel: Ein trockener Rasen stellt sicher, dass der Dünger gleichmäßig verteilt werden kann und nicht an feuchten Halmen hängenbleibt, was zu einer ungleichen Nährstoffverteilung oder schlimmer noch, zu Rasenverbrennungen führen könnte.

Nachdem der Dünger ausgebracht wurde, harmoniert eine sanfte Bewässerung perfekt mit dem zuvor trockenen Boden. Dies hilft dabei, den Dünger in den Boden einzuarbeiten und gewährleistet, dass Ihre grüne Oase die volle Ladung an Vitalität erhält.

Richtig düngen: Unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung für Einsteiger

Um Ihren Rasen optimal zu düngen, sollten Sie folgende Schritte befolgen:

Schritt 1: Bodentest

Lassen Sie (wenn gewünscht) eine Bodenanalyse durchführen, um den PH Wert und Nährstoffbedarf des Bodens zu ermitteln.

Schritt 2: Den richtigen Rasendünger auswählen

Wählen Sie einen Dünger, der den Anforderungen Ihrer Rasenfläche entspricht, basierend auf den Ergebnissen des Bodentests.

Schritt 3: Zeitpunkt festlegen

Planen Sie die Düngung in der richtigen Jahreszeit, also im Frühjahr, wenn der Rasen anfängt zu wachsen, erneut im Sommer, falls notwendig, und im Herbst, um den Rasen auf den Winter vorzubereiten.

Schritt 4: Mähen

Mähen Sie den Rasen einige Tage vor dem Düngen, nicht unmittelbar davor oder danach.

Schritt 5: Dünger richtig dosieren

Die richtige Dosierung des Düngers ist enorm wichtig. Lesen Sie die Anleitung auf der Düngerverpackung sorgfältig und messen Sie die benötigte Menge für den Rasen gemäß den Anweisungen ab.

Schritt 6: Streuwagen kalibrieren

Stellen Sie Ihren Streuwagen ein, damit er die korrekte Menge an Dünger ausgibt.

Schritt 7: Den Rasen düngen

Tragen Sie den Dünger gleichmäßig auf den Rasen auf. Beginnen Sie an den Rändern und gehen Sie dann in überlappenden Bahnen vor, um Lücken oder Überdüngung zu vermeiden.

Schritt 8: Bewässern

Bewässern Sie den Rasen nach dem Düngen leicht, um den Dünger in den Boden einzuarbeiten und die Aufnahme der Rasen Nährstoffe zu unterstützen (es sei denn, der Dünger ist für trockene Anwendung konzipiert).

Schritt 9: Reinigung

Reinigen Sie Gehwege, Auffahrten und andere Oberflächen von übrig gebliebenem Dünger, um eine Auswaschung in die Kanalisation zu verhindern.

Schritt 10: Rasenpflege

Pflegen Sie den Rasen weiter durch regelmäßiges Rasenmähen, Bewässern und Entfernen von Unkraut.

Art des Düngemittels: Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Mittel zum Rasen Düngen sind in erster Linie dafür gedacht, den Nährstoffbedarf der Böden zu decken und so gesunde Rasenflächen zu erhalten. Zudem regulieren sie den pH-Wert, unterstützen das Wachstum der Gräser und fördern die grüne Farbe des Rasens.

Es gibt verschiedene Arten von Rasendünger auf dem Markt, einschließlich organischer und anorganischer Produkte. Stickstoff ist einer der wichtigsten Nährstoffe, den ein Rasen benötigt. Die meisten Rasendünger enthalten eine Mischung aus Stickstoff, Phosphor und Kalium – den drei Hauptnährstoffen, die Pflanzen zum Wachsen benötigen.

Gut zu wissen für umweltbewusste Hobbygärtner: Mit einem eigenen Komposter sparen Sie sich den Kauf von Rasendünger und produzieren umweltfreundlichen Dünger.

Tipp: Eigenen Dünger herstellen mit einem Komposter

Ein weiterer Weg, um Ihren Rasen mit Nährstoffen zu versorgen, ist die Herstellung von eigenem Dünger mit einem Komposter. Ein Komposter ist ein Behälter, der dazu dient, organische Abfälle abzubauen. Die Zersetzung dieser Abfälle produziert wertvolle Nährstoffe für Ihre Pflanzen und Gräser. Dies ist eine großartige Option, da es Ihnen ermöglicht, organische Materialien wie Laub und Grünschnitt aus Ihrem Garten zu recyceln und in nahrhaften Dünger zu verwandeln.

Suchen Sie den perfekten Komposter, um Ihren Garten bestmöglich zu pflegen? Die richtige Wahl kann den Unterschied ausmachen, wenn es um gesunde Pflanzen und einen blühenden Rasen geht. Entdecken Sie in unserem Sortiment eine vielfältige Auswahl an Kompostern, die auf Ihre spezifischen Gartenbedürfnisse zugeschnitten sind.

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