Gartenweg gestalten

Gartenwege gestalten: Ein Überblick zu den Materialien & Möglichkeiten

Ein schön gestalteter Garten kann etwas Magisches an sich haben. Ein wichtiges, aber oft vergessenen Detail bei der Gestaltung sind Gartenwege. Sie strukturieren das Grün, schaffen Wege zwischen Beeten, Terrassen oder Gartenhäusern und sind je nach Gestaltungsart auch etwas für das Auge.

Denn ein Gartenweg ist mehr als nur praktisch! Richtig geplant und gestaltet, zeigt er ordentlich was her. Ob rustikal, modern oder romantisch – eigentlich sind Ihnen bei einem Gartenweg keine Grenzen gesetzt. In diesem Artikel gehen wir etwas genauer auf dieses Thema ein. Wir erklären Ihnen, welche Materialien Sie zur Auswahl haben und erklären Ihnen am Ende Schritt für Schritt, wie Sie einen Gartenweg planen. Eines sei gesagt: Gartenwege bieten unzählige Möglichkeiten zur Gestaltung.

Warum ist ein Gartenweg überhaupt sinnvoll?

Warum sollte ich eigentlich einen Gartenweg in meine Gartengestaltung einplanen? Dafür gibt es sicherlich gleich mehrere Gründe. Durch den Gartenweg können Sie sich natürlich bequemer durch Ihren Garten bewegen. Sie können beispielsweise über einen Weg aus Pflaster infolge Ihrer Gartenarbeit die Schubkarre von A nach B schieben, ohne den Rasen zu beanspruchen.

Stark begangene Bereiche lassen sich durch einen solchen Weg schonen und geben dem Garten in gewisser Weise eine Struktur. Wichtig ist hierbei jedoch, dass Sie für solche Wege auf Pflastersteine setzen. Sand oder Kies eignen sich für einen solchen Weg eher weniger, da das Material schon bei kleiner Einwirkung von Kraft nachgibt. Ein weiterer Vorteil von Pflastersteinen für Ihren Gartenweg? Im Vergleich zum Sand bleibt auch Ihr Schuhwerk sauber.

Dann hätten wir natürlich noch den optischen Aspekt, der zum Vorschein kommt, wenn Sie einen Gartenweg gestalten. Er kann so beispielsweise gezielt die Blicke auf den Lieblingsbaum, ein üppiges Beet oder eine versteckte Laube lenken. Ein gut umgesetzter Gartenweg darf allein schon deshalb bei den Gartenideen nicht fehlen.

Den Ideen sind hierbei natürlich keinerlei Grenzen gesetzt, woraufhin Sie den Gartenweg gestalten können, wie Sie möchten. Vielleicht ein moderner Gartenweg aus Kies der, um einen Teich herumführt? Als optische Dekoelemente können bestimmte Pflanzen oder auch Ziegel zum Blickfang werden.

Außerdem gliedern Wege große Flächen in kleinere, überschaubare Bereiche. Abzweigungen laden ein, den Garten mit all seinen Ecken und Winkeln zu erkunden. Wichtig ist, sich bei der Planung wieder an den altbewährten Design-Grundsatz zu halten: „Form folgt Funktion“. Ein Gartenweg zum Komposthaufen sollte nicht unnötig lang oder romantisch geschwungen sein, während ein idyllischer Weg durch Staudenbeete ruhig verspielt wirken darf – hier ist ein wenig Geschick gefragt.

Hauptwege und Nebenwege unterscheiden

Hauptwege, die häufig genutzt werden, etwa zur Haustür oder durch den Garten zum Gartenhaus, sollten stabil, breit genug und möglichst geradlinig verlaufen. Nebenwege hingegen können Sie schmaler, ungewöhnlicher oder sogar mit Trittplatten anlegen, da sie meist seltener oder nur von einer Person genutzt werden.

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Gartenweg gestalten: Welche Materialien kommen infrage?

Kies, Holz, Pflastersteine oder doch lieber Sand? Welches Material zur Idee Ihres Gartenweges passt, ist immer eine individuelle Entscheidung. Eines können wir Ihnen jedoch sagen: Die Materialwahl für den Weg hat einen großen Einfluss auf die Optik und Funktionalität Ihres Weges.

Kies für den Gartenweg

Sie möchten einen Gartenweg gestalten, der durch eine natürliche und preiswerte Gestaltung überzeugt? Dann wäre wahrscheinlich ein Gartenweg aus Kies eine gute Idee. Solch ein Weg lässt sich mit relativ wenig Handgriffen gestalten und verleiht dem Garten, eine natürliche Atmosphäre. Ein Vorteil von Kieswegen? Anders als beispielsweise bei Pflaster hinterlässt ein Weg aus Kies ein charakteristisches Knirschen, wenn Sie über ihn hinweg laufen.

Worauf muss ich bei einem Kiesweg im Garten achten?

Ob der Kiesweg vom Haus zur Terrasse oder vom Haus zum Beet führt, ist eigentlich vollkommen egal. Wichtig ist, dass er über eine stabile Grundlage verfügt. Diese schaffen Sie wie folgt:

  • Heben Sie den Weg circa 15 cm tief aus
  • Verdichten Sie den Erdboden mit einem Bodenstampfer
  • Legen Sie Unkrautvlies entlang des Gartenweges
  • Füllen Sie den Weg circa 5 - 10 cm mit Sand auf
  • Verdichten Sie den Sand mit einem Bodenstampfer
  • Schütten Sie den Kiesweg mit dem Material auf

Vor- und Nachteile von Kieswegen im Garten

Vorteile:

  • Natürlicher Look
  • Kostengünstig
  • Gut kombinierbar mit Trittplatten

Nachteile:

  • Mühsames Laubkehren
  • Unerwünschte Pflanzen (Unkraut) müssen regelmäßig entfernt werden

Tipp: Sie möchten die Gesamtgestaltung dieses Weges in Ihrem Garten noch etwas hervorheben? Dann könnten Sie das Gesamtbild mit Rasenkanten oder Beeteinfassungen am Rand abrunden. Fassen Sie hierzu die bevorzugten Steine entlang des Weges ein, das verhindert gleichzeitig auch, dass der Kies in die Beete oder auf den Rasen wandert.

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Rindenmulch und Hackschnitzel für den Gartenweg

Holzliebhaber aufgepasst! Hackschnitzel oder Rindenmulch eignen sich ebenfalls für Ihren Gartenweg. Diese Materialien wirken besonders harmonisch in naturnahen und waldähnlichen Gärten. Allerdings sind sie nicht so langlebig wie andere Optionen und müssen regelmäßig aufgefrischt werden.

Worauf muss ich bei einem Weg aus Holz achten?

Die Wege eignen sich weniger für einen Pfad von der Haustür zur Terrasse. Sie runden eher ein natürliches Bild ab und passen daher hervorragend direkt in Ihren Garten. Doch wie bereits erwähnt, sind Sie im Vergleich zu anderen Materialien, wie Pflaster, etwas pflegeintensiver. Holz kommt nämlich in die Jahre, sie kennen es wahrscheinlich von Holzplanken im Garten. Die Holzplanken müssen Sie beispielsweise regelmäßig streichen. Mulch lässt sich natürlich nicht streichen, ihn müssen Sie hingegen alle ein bis zwei Jahre wechseln. Auch hier gilt, schaffen Sie eine solide Basis. Die Schritte hierzu sehen ähnlich aus, wie beim Kiesweg.

Vor- und Nachteile von Wegen aus Rindenmulch

Vorteile:

  • Weicher, federnder Gehkomfort
  • Natürliche, warme Optik

Nachteile:

  • Relativ kurze Lebensdauer von Mulch
  • Rindenmulch kann bei Regen unordentlich werden
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Steinpflaster und Naturstein für den Gartenweg

Geht es um die Haltbarkeit und um ein edles Design? Dann punkten Gartenwege aus Pflastersteinen oder Natursteinplatten. Ob Kopfsteinpflaster, polygonale Platten oder Betonsteine – diese Materialien sind strapazierfähig und bieten eine enorme Vielfalt. Gerade Naturstein fügt sich harmonisch in die Natur ein und rundet so das Bild des Gartens ab. Perfekt für Hauptwege, die stark beansprucht werden. Welche der Möglichkeiten Sie wählen, hängt auch hier wieder von Ihrem Geschmack ab.

Worauf muss ich bei einem Gartenweg aus Naturstein oder Pflaster achten?

Gartenwege aus diesem Material überzeugen durch Ihre vielseitigen Gestaltungsmöglichkeiten. Sie sind allerdings im Vergleich zu anderen Wegen mit höheren Kosten und einem größeren Arbeitsaufwand verbunden. Das sollten Sie unbedingt bedenken. Gerade Platten aus Naturstein können beispielsweise ziemlich schwer und unhandlich beim Verlegen sein.

Bei beiden Materialien ist es außerdem wichtig, dass Sie einen Rand aus Kantensteinen setzen. Dies ist sozusagen die Einfassung, in der Sie hinterher Ihren Gartenweg pflastern. Steinwege können entweder lose im Sand-Kies-Bett oder fest im Mörtelbett verlegt werden. Für eine langlebige Variante empfiehlt sich ein Drainagemörtel, der das Wasser gut abfließen lässt.

Doch einmal angelegt, werden Sie lange Freude an dem Weg haben. Denn bis auf ein wenig Unkraut jäten und vielleicht eine jährliche Reinigung mit dem Dampfstrahler gelten diese Wege als äußerst pflegeleicht. Aber wie kann ich diesen Gartenweg gestalten beziehungsweise anlegen? Da kommt es auf unterschiedliche Faktoren an, wir empfehlen Ihnen, sich eine entsprechende Video-Anleitung im Internet anzusehen.

Vor- und Nachteile von Wegen aus Rindenmulch

Vorteile:

  • Langlebig und pflegeleicht
  • Vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten

Herausforderungen:

  • Höhere Kosten und aufwendigere Verlegung
  • Vorsicht geboten, da Flächen bei Regen rutschig sein können
  • Regelmäßig Unkraut jäten

Graswege für einen natürlichen Garten

Warum eigentlich einen Gartenweg anlegen, wenn es doch auch anders geht? Wie wäre es mit einem Gartenweg aus Rasen? Den Weg leiten Sie beispielsweise, indem Sie unterschiedliche Pflanzen entlang einer Wegform anpflanzen. Natürlich ist das, je nach Größe, erst einmal eine Menge Arbeit, aber optisch lohnt es sich auf alle Fälle! Der Gartenweg an sich besteht also aus Rasen, sie müssen hierfür nicht extra eine Art Substanz aufbauen, sondern einfach nur Pflanzen Ihrer Wahl anpflanzen.

Solche Gartenwege sind nicht nur kostengünstig, sondern verleihen dem Garten eine charmante Natürlichkeit. Sie können das Gesamtbild beispielsweise mit unterschiedlichen Elementen abrunden, wie einer ausgefallenen Mauer oder bestimmten Pflanzen – eine echte Alternative für alle mit einer außergewöhnlichen Liebe zur Natur. Sie eignen sich vor allem für weniger genutzte Bereiche, da sie bei intensiver Beanspruchung leicht Schaden nehmen.

Worauf muss ich bei einem Gartenweg aus Naturstein oder Pflaster achten?

Möchten Sie einen solchen Gartenweg gestalten? Dann dürfen Sie sich über einen barfuß freundlichen Weg freuen, der Ihnen besonders an heißen Tagen viele Freuden bereiten wird. Außerdem können Sie diesen Gartenweg jederzeit und völlig flexibel verändern. Haben Sie beispielsweise Nachwuchs bekommen und der Gartenweg soll eine Abzweigung zum Sandkasten erhalten? Dann können Sie einfach die Pflanzen umpflanzen und so einen neuen Gartenweg kreieren. Oder Ihnen schwirren andere Ideen durch den Kopf? Kein Problem, sie können den Weg in allen Größen und Formen variieren.

Ein großer Minuspunkt ist wahrscheinlich der enorme Pflegeaufwand! Sie müssen regelmäßig den Weg mähen und die Pflanzen schneiden. Vergessen Sie diese ein paar Wochen, sieht der Gartenweg ziemlich verkommen aus. Sollte hingegen die Sonne den Rasen stark verbrennen, besteht die Gefahr, dass der Gartenweg mit unzähligen Kahlstellen übersät wird.

Tipp: Damit Sie im Sommer auch einfach mal entspannt die Füße hochlegen und die Sonnenstrahlen auf der Haut genießen können, empfehlen wir Ihnen einen Mähroboter. Der Mähroboter mäht in regelmäßigen Abständen den Weg, sodass Sie sich darum nicht mehr kümmern müssen.

Vor- und Nachteile von Wegen aus Rindenmulch

Vorteile:

  • Barfuß freundlich und optisch beruhigend
  • Flexibel, da leicht veränderbar

Herausforderungen:

  • Hoher Pflegeaufwand durch regelmäßiges Mähen und Nachsäen
  • Gefahr von kahlen Stellen bei trockenen Sommern oder feuchten Böden

Holzstege

Sie haben noch keine Boden-Wahl für Ihren Weg getroffen? Vielleicht kommt ein Holzsteg dann wie gerufen für Sie! Die Dielen vermitteln dem Weg und vor allem dem Garten ein Gefühl von Wärme und Behaglichkeit, besonders in minimalistischen oder naturnahen Gärten. Besonders beliebt sind solche Holzstege vor allem in japanischen Zen-Gärten, in denen es zumeist zu einer Kombination aus Holz und weißem Kies kommt.

Worauf muss ich bei einem Gartenweg aus Naturstein oder Pflaster achten?

Wenn Sie einen Gartenweg gestalten, dürfte der Holzsteg wohl die komplizierteste Wahl sein. Auf alle Fälle müssen Sie darauf achten, dass der Weg ordentlich angelegt wird. Es müssen alle Hölzer und Balken ordnungsgemäß verschraubt sein. Dabei sollten Sie stets darauf achten ausreichend Platz zwischen Steg und Boden zu lassen. Nur so schaffen Sie einen sicheren Weg, der auch über eine gute Belüftung verfügt. Eine solide Basis aus Platten oder Beton sorgt dafür, dass die Balken mit der Zeit nicht absacken.

Vor- und Nachteile von Wegen aus Holz

Vorteile:

  • Warmes, angenehmes Gehgefühl
  • Gut für sonnige Gärten geeignet

Nachteile:

  • Vorsicht geboten, da Holz ohne Pflege rutschig und morsch werden kann
  • Nicht für schattige, feuchte Bereiche geeignet
Gartenweg gestalten

Gartenweg gestalten: Warum nicht auf einen Material-Mix setzen?

Ihr Ziel ist wahrscheinlich nur eines: Sie möchten einen Gartenweg gestalten, der optisch ein Hingucker ist und gleichzeitig auch einen praktischen Nutzen erfüllt. Wir haben Ihnen jetzt die unterschiedlichsten Materialien vorgestellt und Ihnen eine kurze Erläuterung zu den Vor- und Nachteilen gegeben.

Es ist jedoch nicht alles in Stein gemeißelt. Sie können nämlich auch auf einen Material-Mix setzen, der sich beispielsweise zu einem Teil aus Rindenmulch und zum anderen Teil aus Kies zusammensetzt. Auch Natursteinplatten, eingebettet in eine Kiesfläche oder Rindenmulch. Oder Holzstege, die zu einem Grasweg führen, bieten Abwechslung. Der Material-Mix sorgt nicht nur optisch, sondern auch funktional für spannende Effekte.

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