Sie lieben frischen Salat und wollen Ihren Gemüsegarten um diesen erweitern? Salat wächst schnell, ist pflegeleicht und schmeckt zu unterschiedlichen Gerichten wunderbar. Der Salat stellt geringe Ansprüche und der Salatanbau funktioniert sogar nicht nur im Beet, sondern auch auf Ihrer Fensterbank!
Doch wie baut man diesen an, wann ist der richtige Zeitpunkt und wie können Sie den Salat nach der Pflanzung pflegen? Wir beantworten diese Fragen, geben Ihnen einige Tipps mit auf den Weg und verraten, welche Salatarten sich für eine Aussaat in Ihrem Garten eignen.
Welche Anbaumethoden für Salat gibt es?
Es gibt verschiedene Methoden, um Salat anzubauen, und jede hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Wir geben Ihnen einen kurzen Überblick, damit Sie die passende Methode für sich auswählen können.
Salatpflanzen ins Beet setzen
Die meisten Hobbygärtner kaufen vorgezogene Salatpflanzen oder ziehen die Pflänzchen selbst vor, bevor sie diese in die Erde setzen. Der Vorteil vorgezogener Salatpflanzen liegt auf der Hand: Sie können den Salat schneller ernten! Gleichzeitig schützen Sie die noch empfindlichen Pflanzen vor Schädlingen und Fressfeinden.
Der Nachteil? Wenn Sie die Salatpflänzchen nicht selbst vorziehen, finden Sie meist nur eine begrenzte Auswahl an Sorten der Setzlinge. Die Preise sind außerdem meist höher als die Kosten für Samen.

Salatsamen direkt ins Beet säen
Bei der Direktsaat säen Sie Salatsamen in die vorbereitete Erde Ihres Gartens, statt diese vorzuziehen. Der Vorteil liegt im geringen Arbeitsaufwand beim Anbau. Sie haben nicht mehrere Phasen und müssen sich nicht vorher um die Pflege der Salatpflänzchen kümmern. Den Boden des Beetes müssen Sie allerdings gründlich vorbereiten.
Allerdings benötigen Sie mehr Samen aussäen, da häufig nicht alle Keimen. Die Salatpflänzchen sind zudem von Anfang an den Witterungsverhältnissen ausgesetzt und können Schädlingen zum Opfer fallen.
Salat in Töpfen oder auf dem Balkon anbauen
Sie haben keinen Garten? Selbst dann brauchen Sie nicht auf einen frischen Salat zu verzichten. Sie können Salat in Töpfen, Balkonkästen oder sogar in alten Eimern anbauen. Als Standort eignet sich neben dem Balkon und der Fensterbank auch eine kleine Terrasse.
Salat ist schließlich sehr pflegeleicht und stellt keine hohen Ansprüche. Der größte Vorteil ist daher die Flexibilität des Standorts, die diese Anbaumethode bietet. Sie sind beim Anbau zudem nicht vom Wetter abhängig und auch lästige Schnecken bleiben von Ihrem geliebten Salat fern. Ganz nebenbei haben Sie außerdem etwas Natur in die Wohnräume geholt.
Da die Wurzeln jedoch nur begrenzt Platz haben, kann die Ernte etwas geringer ausfallen als in einem offenen Beet im Garten. Für Salatsorten, die jedoch weniger Platz beanspruchen (z. B. Pflücksalat) ist die Methode dennoch super geeignet. Vergessen Sie nur das regelmäßige Gießen nicht.

Mehrstöckiger Terrassenanbau auf dem Balkon - möglich mit dem vertikalen Hochbeet INALTO.
Salatanbau mit Hydroponik in Innenräumen
Entscheiden Sie sich für einen Smart Garden mit Hydroponik-Systemen, benötigen Sie keine Erde, sondern können den Salat im Wasser anbauen. Für die Nährstoffversorgung gibt es eine Nährstofflösung, in der die Pflanzen am besten wachsen, die alle wichtigen Mineralien enthalten. Diese Anbauart ist optimal für Innenräume und eine saubere Variante, bei der Sie weder mit Schädlingen noch mit Unkraut kämpfen müssen. Noch nie war ein kleiner Garten mit Gemüse so pflegeleicht.
Es gibt verschiedene Anbieter für solche Gärten, meist handelt es sich um Boxen mit Wasserbehälter, LED-Lampe, Setzschalen und ggf. Sensoren. Je nach Modell kann die Anschaffung zwar etwas teurer sein, diese ist jedoch nur einmalig. Ein möglicher Nachteil dieser modernen Methode? Es kommt nicht das gleiche Gefühl auf, als wenn man im Garten im Beet wühlt.
Wann ist der beste Zeitpunkt fürs Salat pflanzen?
Wie so oft im Leben kommt es auch beim Salat auf das richtige Timing an. Doch da jeder Salat unterschiedlich ist, gibt es auch verschiedene optimale Zeiträume für den Pflanzzeitpunkt und für die Anzucht.
- Frühling: Etwa ab April können Sie den Salat im Freiland aussäen, wenn der Boden frostfrei ist. Für einen früheren Start können Sie den Salat auch im Haus oder im Mini-Gewächshaus vorziehen und diesen dann in die Erde pflanzen, wenn die Temperaturen passen und der Salat bereits drei bis vier Blätter gebildet hat. Kopfsalat, Pflücksalat oder Rucola können Sie beispielsweise im Frühling anbauen.
- Sommer: Für eine kontinuierliche Ernte können Sie bis in den Sommer hinein alle paar Wochen nachsäen. Achten Sie dann jedoch darauf, dass genug Platz fürs Wurzelsystem bleibt.
- Herbst: Für Wintersalate wie Feldsalat oder Endivien können Sie im Spätsommer oder Frühherbst die Saat säen, da sie kälteresistent sind. Für diese Salatsorten sollten die Temperaturen bestenfalls nicht zu hoch sein.
Pflanzen Sie den Salat in Innenräumen? Dann können Sie ganzjährig ernten und säen, achten Sie aber auch hier darauf, dass jede Salatpflanze ausreichend Raum zur Verfügung hat. Sie können je nach Sorte bereits nach 6 bis 12 Wochen Ihre erste Ernte einholen. Während Kopfsalate etwas mehr Zeit benötigen, können Sie Pflücksalate bereits früh ernten.
Anleitung: So bauen Sie Schritt-für-Schritt Salat an
Möchten Sie Salat als Hydrokultur anbauen, gibt es separate Anleitungen für die einzelnen Modelle. Für einen Anbau in Erde erhalten Sie hier eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:
#1: Auswahl des Standorts
Salat mag es hell, aber nicht zu heiß. Ein halbschattiger bis sonniger Platz ist perfekt – direkt in der prallen Mittagssonne fühlt er sich allerdings nicht wohl – dies gilt sowohl für das Beet als auch für die Fensterbank. Der Boden sollte locker und gut durchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht. Ideal ist ein Boden, der leicht feucht bleibt, ohne zu nass zu sein. Suchen Sie möglichst einen Bereich aus, an dem der Salat nicht zu starkem Wind ausgesetzt ist.
Salat versteht sich ausgezeichnet mit anderem Gemüse. Perfekte Partner im Beet sind zum Beispiel Möhren, Tomaten, Gurken und Zwiebeln. Aber auch Dill und Erdbeeren sind gute Sorten für ein Beet mit Salat. Petersilie und Sellerie sollten Sie hingegen nicht neben Salat anpflanzen, sondern lieber einen anderen Standort für die Aussaat wählen.
Tipp für Balkongärtner: Verwenden Sie Hochbeete oder tiefe Pflanzkästen. Eine besondere Alternative stellt das vertikale Hochbeet INALTO dar. Hier kann mehrstöckig angepflanzt werden. Pflücksalat hat zwar nur flache Wurzeln, dennoch sollten ausreichend Höhe und Platz zwischen den Köpfen vorhanden sein.
#2: Das Vorziehen der Pflänzchen (optional)
Möchten Sie den Salat vorziehen, können Sie Töpfe, Eierkartons oder Joghurtbecher mit Löchern versehen und sie mit Anzuchterde auffüllen. Drücken Sie ein etwa 1 cm tiefes Loch mit dem Finger in die Mitte des Gefäßes ein und legen Sie am besten gleich 2 oder 3 Samen hinein.
Bedecken Sie die Saat leicht mit Erde, ohne diese festzudrücken. Nun können Sie die Erde mit einer Sprühflasche anfeuchten. Auch Mini-Gewächshäuser funktionieren super. Sie können den Salat anpflanzen, sobald die Pflänzchen etwa drei bis vier Blätter haben.
Hilfe fürs Säen: Ziehen Sie zum ersten Mal Pflanzen aus Saatgut, können Sie sich auch ein Video anschauen oder Freunde fragen, die bereits selbst Salat angepflanzt haben.
#3: Die Aussaat oder das Einpflanzen
Haben Sie keinen Salat vorgezogen, sondern bevorzugen eine Direktsaat? Dann streuen Sie das Saatgut in die vorbereitete Erde oder ziehen Sie kleine Rillen mit einer Hacke. Der Abstand zwischen den Samen sollte mindestens 20 cm betragen, damit die Pflänzchen genügend Raum zum Gedeihen haben und die Köpfe sich anschließend nicht in die Quere kommen. Überdecken Sie die Samen nur leicht mit Erde und befeuchten Sie diese anschließend.
Haben Sie Pflanzen vorgezogen oder Setzlinge gekauft? Dann können Sie das Beet oder das Gefäß in mehrere gleichmäßige Bereiche teilen, jeweils ein kleines Loch in der Mitte ausheben und die Pflänzchen einpflanzen. Verteilen Sie die Erde drumherum, ohne sie festzudrücken. Anschließend können Sie den Boden mit einer Sprühflasche leicht anfeuchten.
Tipp zur Auswahl der Erde: Salat liebt Humuserde und nährstoffreiche Böden. Pflanzen Sie den Salat niemals in normale Blumenerde oder Erde für Ziergewächse ein.
#4: Geduld, Pflege und Ernte
Je nach Pflanzzeitpunkt und Wetterbedingungen zeigen sich die ersten Keimlinge der Direktsaat nach 7 bis 14 Tagen. Haben Sie den Salat doch zu eng gepflanzt, können Sie diese nun etwas weiter Auseinanderpflanzen. Nehmen Sie dazu Salat, der zu eng an den anderen Köpfen wächst, und setzen Sie ihn auf einen neuen Standort. Ist im Beet kein Platz mehr, können Sie diesen auch im Topf auf der Terrasse oder auf der Fensterbank unterbringen.
Nachfolgend erhalten Sie noch einige Tipps zur Pflege, damit Sie erfolgreich frischen Salat ernten können. Während Sie Kopfsalat nur einmal ernten können, ernten Sie beim Pflücksalat (z. B. Eichblattsalat) nur die äußeren Blätter, sodass dieser immer weiter wächst. Achten Sie beim Salatanbau daher immer auf die Sorte.
Die besten Tipps: So pflegen Sie Ihren Salat!
Damit Sie Ihren Salat aus dem Beet, der Fensterbank oder vom Balkon gesund ernten können, haben wir hier einige Tipps vorbereitet. Schließlich möchten Sie frische und knackige Blätter und gesunde Köpfe, die nicht den Schnecken zum Opfer gefallen sind, oder?
Hier sind einige Pflegetipps:
- Wenn Sie Salat pflanzen, sollten Sie die Erde um Saat und Salat stets feucht halten, ohne dass diese zu nass ist.
- Schützen Sie den Salat vor praller Mittagssonne oder pflanzen Sie ihn im Halbschatten. Auf der Fensterbank oder dem Balkon können Sie diesen mit einem Sonnenschutz etwas abschirmen. Wenn Sie in Töpfen Salat pflanzen, können Sie diese im Sommer woanders hinstellen als im Herbst.
- Um Schnecken fernzuhalten, können Sie Kaffeesatz um die Pflanze herum streuen, einen Schneckenzaun um den Salat aufstellen oder natürliche Fressfeinde (Vögel, Frösche usw.) durch einen lebendigen Garten fördern.
- Ernten Sie Pflücksalate regelmäßig, da dies das Wachstum des Salats anregt und ihn gesund erhält.

In Sicherheit wachsen - Schneckenfreier Salat mit dem Schneckenblech aus Cortenstahl.
Welche Salatpflanzen eignen sich für den Anbau?
Wollen Sie einen Salat pflanzen? Vor der Aussaat steht vor allem die Auswahl der Salatsorten. Dabei stehen Ihnen verschiedene Sorten zur Verfügung. Welchen Salat Sie auswählen, hängt von Ihrem Geschmack ab. Das Einzige, worauf Sie achten sollten, ist, ob es sich beispielsweise um einen Kopfsalat oder um einen Pflücksalat handelt. Es gibt noch weitere Arten wie Bataviasalat oder Eissalat (wie z. B. Eisbergsalat).
Hier sind einige Salatsorten, die dem Kopfsalat und dem Pflücksalat zuzuordnen sind:
Salatsorte |
Salatart |
Lollo Rosso |
Pflücksalat |
Eichblattsalat |
Pflücksalat |
Amerikanischer Brauner |
Pflücksalat |
Rolando |
Kopfsalat |
Pirat |
Kopfsalat |
Dolly |
Kopfsalat |
Attraktion |
Kopfsalat |
Australischer Gelber |
Pflücksalat |